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Ich kann. Du kannst. Wir können. #vielvielkunst schaffen mit fritz-kola

23. März 2017
vielvielKunst Fritz Kola Art &Almonds 5
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Was ist Kunst?

„Wenn ich wüsste, was Kunst ist, würde ich es für mich behalten “ (Picasso)

Vor ein paar Wochen, ungefähr zu der Zeit als in Dresden eine kontroverse Bus-Installation eingeweiht wurde, führte ich häufiger Gespräche rund um die Frage „Was ist eigentlich Kunst?“. Viele Menschen, die sich noch nie so wirklich mit dieser Frage auseinandergesetzt haben, fühlen sich gerade von moderner Kunst oft abgestoßen und manchmal sogar regelrecht verarscht. Im Gespräch fallen dann Sätze wie „Das hätte ich auch gekonnt.“, „Das kann ja ein Dreijähriger mit Augenbinde.“ oder ganz schlicht „Was zur Hölle…?“

Meist liegt diesem Denken eine völlig falsche Grundannahme zugrunde, nämlich, dass es überirdischer Skills bedarf, um Kunst zu schaffen. Man müsse wahnsinnig gut und detailgetreu zeichnen/ malen oder bildhauern können, man müsse hier und da und dort studiert haben, man müsse Ausstellungen vorzuweisen haben.

Alles Bullshit.

vielvielKunst Fritz Kola piece of Art Art &Almonds

Kunst entsteht durch kreative Prozesse.

Die sind manchmal sehr komplex und manchmal sehr banal. Das gilt auch für die eingesetzten Materialien. Ob ich eine Bleistiftzeichnung anfertige oder den Reichstag verhülle (Hat das eigentlich schonmal jemand gemacht? ;-)), beides ist ein Produkt unserer Kultur und somit: Kunst.

Hin und wieder sagen manche Menschen auch Dinge wie:

„Kunst muss schön sein.“ – Ähhh. Nein. Muss sie nicht. Deko muss schön sein. Kunst darf auch hässlich, abstoßend und verstörend sein. Kunst darf polarisieren und muss nicht jedem gefallen. Kunst ist immer streitbar.

Kunst hat mit Geschmack nichts zu tun. (Max Ernst)

Was braucht man, um Kunst zu machen?

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Nun, v.a. braucht man eine Idee, einen Gedanken. Und sei es nur, um herauszufinden, wie man sich jetzt gerade in diesem Moment ausdrücken möchte. Manchmal kommt zu diesem Wie? auch noch ein Wo? und ein Warum? dazu. Muss aber nicht…

Man kann mit begrenzten Mitteln Kunst machen. Man kann sich – finanziell entsprechend gut ausgestattet – aber auch grenzenlos austoben.

Die einfachste Möglichkeit, aktiv kreativ zu werden, ist sicherlich einen Stift in die Hand zu nehmen und drauflos zu zeichnen. (Ich persönlich bin mehr so der Pinsel-Typ)

vielvielKunst Fritz Kola nuclear powerplant Art Art &Almonds 2

Aber auch ein Müll-Mandala oder eine Isolierband-Installation können Kunst sein. Wenn etwas Aufmerksamkeit erregt, ist es Kunst. Wenn nicht, ist es irgendwas anderes.

Kann jeder Kunst machen?

JA! Und das ist eine richtig gute Nachricht. Wenn ich also mal wieder in der Neuen Nationalgalerie höre, wie jemand vor einem Werk steht und sagt: Also das hätte ich auch machen können. sage ich: „Mag sein. Haste aber nicht.“ Es ist extrem leicht, die kreative Arbeit anderer zu kritisieren. Viel leichter, als selbst kreativ zu werden oder sogar mit dem eigenen Werk an die Öffentlichkeit zu gehen.

Für alle, die aber genau darauf Lust haben und einen Scheiß darauf geben, was die anderen sagen, habe ich heute gute Nachrichten:

fritz-kola lädt bis zum 15.06.2017 dazu ein, Kunst zu schaffen. Unter dem Motto Leinwand sucht Künstler darf gepinselt, gebaut, gebastelt und geklebt werden. Kunst aus der Dose, Collagen, Skulpturen, alles ist erlaubt, solange die Arbeiten darstell- und ausstellbar sind.

Denn: Die besten Kunstwerke werden in sechs Städten (Hamburg, Berlin, Dresden, Freiburg, Köln und München) öffentlich ausgestellt. Ich selbst werde auf jeden Fall an dem Wettbewerb teilnehmen. Allerdings weiß ich noch nicht so ganz genau, wie mein Beitrag aussehen wird. Ein bisschen Zeit habe ich ja noch.

Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen #vielvielkunst-Seite von fritz-kola.

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2 Kommentare

  • Antworten Jenni 25. März 2017 at 20:08

    Liebe Caroletta,

    ich finde deine Definition von Kunst spannend: Sobald etwas Aufmerksamkeit erregt, ist es Kunst. Ich muss gestehen: Ich weiß nicht genau, ob ich das so unterschreiben kann – denn auch, wenn ich in meinem stillen Kämmerlein dichte oder male, dann handelt es sich ja dennoch um Kunstwerke, obwohl sie niemand anderes zu Gesicht bekommt. Das wäre die zentrale Frage, denke ich: Gibt es Kunst, wo es keine Kritiker*innen gibt? Ein bisschen epistemologisch verwandt mit: Gibt es Dinge, wenn niemand da ist, um sie anzusehen? Ich glaube schon. :)

    Auf jeden Fall finde ich deine Perspektive auf Kunst und deinen Appell großartig – denn ich finde, wir sollten uns wirklich mehr trauen. Eine tolle Aktion, auf die du aufmerksam gemacht hast – ich bin sicher, du wirst Erfolg haben (und wenn es auch nur für dich ganz persönlich ist). :)

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Caroletta
      Antworten Caroletta 27. März 2017 at 9:59

      Liebe Jenni!

      Die Worte „Sobald etwas Aufmerksamkeit erregt, ist es Kunst …“ beziehen sich mehr auf Werke, die von der Öffentlichkeit zwar wahrgenommen, aber nicht als „Kunst“ gesehen werden. Oft fallen dann Worte wie „Müll“, „Schrott“, „Beleidigung für’s Auge“ usw. Vielen Menschen fällt es schwer, einen Bezug zu moderner Kunst herzustellen, weil sie z.B. Gegenstände aus ihrem Alltag in einen Installation wiederfinden oder „Gekritzel“ im Bilderrahmen sehen und nicht verstehen, wie das jetzt hier im Museum auf einmal Kunst sein kann. Wenn man etwas im stillen Kämmerlein nur für sich allein schafft, findet da natürlich auch ein kreativer Prozess statt. Was am Ende dabei herauskommt ist je nach persönlicher Einschätzung entweder ein Fall für den Mülleimer oder eben Kunst! :-)

      LG, C.

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