Fashion + Beauty Lifestyle

Bessere Produkte, weniger Müll – Wie geht das mit der Nachhaltigkeit im Badezeimmer?

13. Juli 2017
Bad Nachhaltigkeit Zero Waste

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Es begann mit der Eröffnung des Unverpackt-Ladens in Berlin Kreuzberg. Durch Zufall entdeckten wir, dass man (fast) alle Produkte des täglichen Bedarfs lose und verpackungsfrei einkaufen kann.

Reis, Nudeln, Gewürze, Tee… Obst und Gemüse sowieso. Aber auch so Sachen wie Spülmittel, Shampoo und Seife kann man sich dort abfüllen und  mit nach Hause nehmen.

Abgefahren… Dachte ich mir und beschloss, mich ein bisschen zu belesen. Ich stieß auf Webseiten, auf denen Menschen beschrieben, wie sie es schafften, nur ein Einmachglas voll Müll im Jahr zu produzierten. Ein Einmachglas voll!!!

Das Prinzip nennt sich Zero Waste und ist für uns als Familie momentan so weit weg wie der Mond. Dennoch war (und bin) ich fasziniert von dem Thema.

In den letzten Monaten haben wir in Küche und Bad einige Alternativen zu altbewährten Produkten ausprobiert. Manchmal fühlte sich die Umstellung richtig gut an und manchmal scheiterten Dinge schlicht an ihrer Impraktikabilität.

Von vielen Produktalternativen hätte ich gern eher erfahren, denn sie sind für mich mittlerweile unverzichtbar, einige sparen „nur“ Müll und bei manchen Sachen bin ich noch auf der Suche und offen für eure Tipps!

 

Meine 5 Must-Haves fürs Bad

#1 Handseife am Stück

Der wohl einfachste erste Schritt zu weniger Müll im Badezimmer ist, sich von der Flüssigseife zu trennen und ein Seifenstück zu kaufen.

#2 Konjac Gesichtsschwamm

Meine Haut macht Probleme seit ich 13 bin. Das Ziel war immer, den letzten Pickel zu besiegen, bevor die ersten Falten kommen. Aber dafür ist es nun zu spät. Die Falten sind da und die Akne will immer noch nicht so richtig von mir lassen.

Seit einigen Wochen verwende ich einen Konjac Schwamm mit Bambuskohle* und reinige mein Gesicht morgens und abends damit. Konjac gleicht den Säuregehalt der Haut aus und Bambuskohle wirkt antibakteriell. Der Schwamm eignet sich auch zum Entfernen von Make-Up Rückständen. Er ersetzt bei mir Reinigungsmilch, Abschminktücher und Gesichtswasser und ist der HAMMER! (Ganz ohne Creme geht’s allerdings nicht, nach der Reinigung verwende ich diese hier.)

#3 Rasierhobel

Viele Jahre gehörte ich der Fraktion Einwegrasierer an. Warum, weiß ich auch nicht so genau. Die Alternative? Der gute alte Rasierhobel*, für die Damen mit extralangem Griff für maximale Reichweite.

(Seit ich den verwende, habe ich mich übrigens nicht mehr beim Rasieren geschnitten.)

#4 Menstruationstasse

Von der Menstruationstasse hätte ich gern schon 15 Jahre früher erfahren. Bis vor ungefähr einem Jahr kannte ich allerdings nur die beiden Klassiker: Tampons und Binden. Beides empfand ich immer irgendwie als störend. Das ist mit der Tasse anders. Wenn man den Dreh einmal raus und die passende Tasse für sich gefunden hat, stört da gar nichts. Man produziert mit der Menstruationstasse außerdem keinerlei Müll und spart auf lange Sicht jede Menge Geld. Viele Frauen (mich eingeschlossen) beobachten außerdem eine Verkürzung ihrer Periode (bei mir von 5 auf 3 Tage) und eine Reduzierung von lästigen Krämpfen.

Eine bestimmte Marke möchte ich an dieser Stelle trotzdem nicht empfehlen. Ihr solltet auch nicht blind bei DM die erstbeste Tasse kaufen, sondern – und das ist ganz wichtig – euch vorher beraten lassen. Ansonsten kann es passieren, dass euch die Tasse nicht richtig passt, sie drückt oder sich im schlimmsten Fall nicht mehr richtig entfernen lässt. Dann schmeißt ihr das Ding am Ende nur genervt in die nächste Ecke. Größe und Gewicht (die Angaben auf den meisten Packungen) sind unwichtig. Es zählen v.a. der Muttermundstand während der Periode und der Zustand eures Beckenbodens. Eine kostenlose Beratung gibt’s z.B. bei Ladyways oder in dieser geschlossenen Facebook-Gruppe.

#5 Arganöl

Reines Arganöl* benutze ich im Winter vor allem für die Haut und im Sommer für die Haare. Es spendet Feuchtigkeit und enthält von Natur aus jede Menge Vitamin E, Omega 6 und Antioxidantien.

Nicht funktioniert haben für mich (bis jetzt):

Zahnputztabletten

Die machen die Zähne zwar schon irgendwie sauber, aber für mich persönlich ist das nichts. Mit empfindlichen Zahnhälsen und gemachten Zähnen im Wert eines halben Kleinwagens gibt es für mich vorerst weiterhin nur meine altbewährte Zahncreme von elmex*.

Zahnbürste aus Bambus

Die ganze Familie hat sie ausprobiert, aber so richtig zufrieden waren wir alle nicht. Ich konnte mich über die gesamte Lebensdauer meiner Zahnbürste nicht so richtig an das Holzgefühl im Mund gewöhnen.

Haarseife

Mit meinen langen, sehr pflegebedürftigen Haaren, habe ich noch keine Alternative zu den Profi-Haarprodukten gefunden, die ich normalerweise verwende. Hier bin ich offen für alle Tipps und Tricks, die ihr diesbezüglich so auf Lager habt. Also ich meine alle Tipps, die nichts mit rohen Eiern zu tun haben.

Mein Fazit:

Jede Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt. Bewusster einkaufen kann helfen, die Müllberge  im Bad dauerhaft zu reduzieren.


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1 Kommentar

  • Antworten Jenni 14. Juli 2017 at 8:41

    Liebe Caroletta,

    ich denke (wie du ja sicher weißt) auch, dass jeder Schritt zu weniger Plastik einer auf dem richtigen Weg ist und freue mich total, dass ihr einen Unverpacktladen in der Nähe habt, dank dem ihr das Konzept so gut umsetzen könnt. Ich muss mir selbst immer wieder vor Augen halten, was für ein Luxus das eigentlich ist.

    Mit abbaubaren Zahbürsten und den Zahnputztabletten komme ich eigentlich ganz gut zurecht, wenn ich ehrlich bin – obwohl ich auch schon Bürsten hatte, die sehr geschmerzt und gefühlt sich im Mund gleich wieder zersetzt haben (da hat andauernd irgendwas gescheuert oder gepikt). Aber nach einigen Anläufen hat das dann auch ganz gut geklappt. :)

    Ach, mit der Menstruationstasse muss ich mich auch beschäftigen – das ist meine persönliche nächste große Baustelle! Ich schaue mir den Link mit dem Cupfinder jetzt mal genauer an und lasse mich demnächst endlich mal in der Gruppe beraten…

    Liebe Grüße
    Jenni

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