Home Allgemein Das Ende der Zivilisation oder: Die Vegane Option in öffentlichen Kantinen

Das Ende der Zivilisation oder: Die Vegane Option in öffentlichen Kantinen

by Caroletta

Der Untergang des Abendlandes steht kurz bevor.

In Berlin läuft derzeit ein Bürgerbegehren, das sich für pflanzliche Menüoptionen in den Kantinen aller bezirklichen Einrichtungen in Friedrichshain/ Kreuzberg einsetzt. Das heißt im Klartext: Auch Veganer möchten gern etwas zum Mittag essen UND Eltern, deren Kinder  sich vegan ernähren, möchten nicht für ein Schulessen zahlen, das diese nicht essen können/ wollen. (Der Essensbeitrag von 37 Euro/ Monat in den Grundschulen ist verpflichtend. Auch wenn man sein Essen lieber von daheim mitbringt)

Der Aufschrei in den Medien und deren Social Media Kanälen ist natürlich groß. Denn da wäre zum einen der Preis: Ein veganes Essen würde pro Portion durchschnittlich 1,25€ mehr  kosten. Sollten sich 15 Prozent aller Schüler am veganen Essen beteiligen, würden sich die zusätzlichen Kosten für den Bezirkshaushalt auf rund 300.000 Euro pro Schuljahr belaufen.

Wait….What?

Wie kann das sein? Ich lasse Fleisch, Milchprodukte und Eier beim Kochen weg und die Kosten explodieren? Was sagt das über die Qualität der tierischen Zutaten aus? Das mag ich gar nicht weiter kommentieren. Wir denken uns hier jetzt einfach mal unseren Teil….

Die meisten Menschen bekommen allerdings einfach nur Schnappatmung bei dem Gedanken, dass ihnen jemand irgendetwas aufzwingen und im Zuge dessen das tägliche Schnitzel wegnehmen könnte. Davon ist jedoch gar keine Rede. Es geht lediglich um eine vegane OPTION. Eine vegetarische Option gibt es bereits in vielen öffentlichen Kantinen und ich bin mir sicher, viele Vegetarier hätten kein Problem damit wenn ihr Mittagessen plötzlich nicht nur vegetarisch sondern vegan wäre.

Trotzdem wird gepöbelt und mit Vorurteilen um sich geschmissen. (Hier mal ein Ausschnitt aus der Facebook-Diskussion zum Thema auf der Seite der Berliner Morgenpost)
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Dazu fällt mir nichts mehr ein.  Soviel Ignoranz lässt einen dann doch eher sprachlos zurück

Es ist nicht schön, sich immer nur von Beilagen zu ernähren. Kindergarten, Schule, Uni – für mich gab’s jahrzehntelang meistens „Nur die Kartoffeln bitte. Danke.“ Gesund essen geht anders.

Dabei ist die Sache mit der veganen Option doch eigentlich superleicht umzusetzen:  Einfach mal keine Sahne in die Tomatensauce kippen. Einfach mal keine Shrimps im Salat verstecken.

Schon können die Aliens mitessen.


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3 Kommentare

*thea 14. Oktober 2016 - 14:04

Obwohl ich noch komplett Veganerin bin, habe ich auch bei uns in der Kantine das Mittagessen gekündigt und nehme mir selbst vegane Lunchboxen mit, aus Mangel an guten vegetarischen Optionen, dabei gibt es bei uns sogar täglich eine fleischfreie Option. Ich kann diese Ignoranz und aufschreienden Leute überhaupt nicht verstehen. Wenn die Leute es einfach mal als Bereichung sehen würde, etwas, das man mal probieren und auswählen kann, anstatt gleich in einen primitiven Pöbelmodus zu verfallen. Ich verstehe auch immer noch nicht, was am Veggie Day der grünen so viel Aggression ausgelöst hat…

Reply
Caroletta
Caroletta 14. Oktober 2016 - 14:21

Die vegatarischen Optionen sind ja meist auch nur Griesbrei, Milchreis oder Hefeklöße mit Vanillesoße. Mehr vegetarische Gerichte kennen viele Köche leider gar nicht :-( Da bleibt die eigene Lunchbox wohl vorerst die einzige Alternative.

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*thea 14. Oktober 2016 - 14:05

* noch nicht, soll das heißen

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